angekommen im Alltag

Ja, ich lebe noch. 🙂 Aber ich brauchte erst einmal ein wenig Zeit für mich, um zuhause anzukommen, um alles zu verarbeiten und auch um mich selber zu sortieren.

So recht kann ich es immer noch nicht glauben, dass ich vor vier Wochen noch in der Klinik war. Das fühlt sich jetzt schon so unfassbar weit weg an. Seit zwei Wochen bin ich nun auch wieder am arbeiten und auch wieder mittendrin in meinem Fachwirt. Aber ich muss gestehen, ich hatte mir das alles doch etwas einfacher und entspannter vorgestellt. Ich fühle mich gut, aber spüre gleichzeitig, dass mein Körper noch nicht zu 100% wieder fit ist, denn drei Monate kann man nicht einfach so bei Seite schieben. Mein Kopf jedoch will schon wieder so viel tun und erledigen, dass ich noch sehr oft an meine Grenzen stoße. Vielleicht kann ich es auch noch nicht so ganz akzeptieren, dass ich noch nicht wieder vollkommen fit bin. Aber es wird Tag für Tag besser.

Trotzdem war es unfassbar schön, als ich letzte Woche wieder in mein Büro kam und mich hinter meinen Schreibtisch setzen konnte. Ich war unglaublich nervös, gerade auch vor den Fragen meiner Mitarbeiter und Kollegen. Denn denen habe ich ja die Lüge aufgetischt, ich wäre wegen meinem Rücken in der Reha gewesen. Lediglich meine Kollegin und mein Chef kannten die Wahrheit. Somit war es doch sehr unangenehm, das Team anzulügen und mir irgendwelche Geschichten auszudenken. Aber nach ein paar Tagen hat sich auch das gelegt und es war, als wäre ich nie weg gewesen. Damit habe ich noch sehr zu kämpfen. Denn bei allen anderen ist das Leben und der Alltag vollkommen normal weitergelaufen, aber bei mir hat sich einfach alles geändert. Und manchmal wünsche ich mir, wenn ich abends nach Hause komme, dass dort jemand in der Tür steht, für mich klatscht und mir sagt, dass ich den Tag toll gemeistert habe.

Als ich dann auch noch gesehen habe, wie viel ich dann wirklich von meinem Fachwirt nachholen muss, hat sich ordentlich Panik und Druck breit gemacht. Da war also wieder dieser Leistungsdruck und viel zu hohe Anspruch an mich selber. Verdammt. Aber durch gut Zureden meiner Mama und von meinen Freunden, ist die Panik davor etwas weniger geworden und jeden Tag sehe ich, dass der Stapel kleiner wird. Das motiviert und beruhigt mich zugleich. Und gerade jetzt, wenn ich über Weihnachten Urlaub habe, habe ich genügend Zeit um auch den letzten Rest aufzuholen.

Es ist verrückt das jetzt schon Weihnachten ist. Durch die letzten drei Monate habe ich vollkommen mein Zeitgefühl verloren und somit war ich doch etwas verdutzt, als ich auf den Kalender schaute und es nur noch ein paar Tage bis Weihnachten sind. Die Zeit rast unfassbar schnell dahin. Umso mehr sollten wir die Zeit mit unseren Liebsten genießen! 🙂

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2 Kommentare zu „angekommen im Alltag

  1. Ach das klingt toll! 😊❤️ Es freut mich total zu lesen, dass du wieder so gut im Alltag angekommen bist und du so viel Unterstützung von deiner Familie und Freunden bekommst! 😊 Ich kenne das von mir selbst, dass ich mir zu hohe Ziele setze und zu viel von mir erwarte. Dabei darf man nicht vergessen, dass man mit sich selbst geduldig sein muss, gerade nach so einer Zeit. Ich hoffe, dass du über Weihnachten wieder ein wenig Kraft tanken kannst. Weiterhin Alles gute 😊

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